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BAROCK AM MAIN. DER HESSISCHE MOLIÈRE

13.000 Besucher haben 2008 unter unserer überdachten Tribüne den „Hessischen Molière“ genossen: Das junge Festival ist schon im vierten Jahr seines Bestehens ein unverzichtbarer Bestandteil der KulturRegion. Die Stücke des großen französischen Barockdichters Molière, wie sie Wolfgang Deichsel in hessische Verse übertragen hat, haben auf der Naturbühne im Garten des Bolongaropalastes zu Frankfurt/Höchst den idealen Rahmen gefunden. "In den Inszenierungen vereinen sich Mundart und Moderne, Komisches und Klassisches, Lachnummern und Literatur aufs trefflichste" (Wolfgang Hierholzer, FAZ).

In diesem Sommer gibt es eine Neuauflage von Molières berühmter Komödie "Tartuffe ou l'imposteur" in der Bearbeitung von Wolfgang Deichsel. Die Originalfassung hatte mit der Thematisierung von Heuchelei schon im Frankreich des Ludwig XIV. der religiösen Autorität spürbar auf die Füße getreten; Deichsel erzählt die Geschichte von Naivität und missbrauchtem Vertrauen höchst komödiantisch neu. Ganz neue Wege geht das Festival mit der Inszenierung einer Händel-Oper, gespielt von der renommierten "Batzdorfer Hofkapelle" und in seiner unnachahmlichen Art erzählt von Michael Quast – unser Beitrag zum Händeljahr (250. Todestag am 14. April d.J.).

Der Vorverkauf läuft bereits seit Montag, den 18. Mai 2009!

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Der Tartüff
Komödie von Wolfgang Deichsel, nach Molière

Bild vergrößernDurch Frömmigkeit und religiösen Eifer hat Tartüff das Vertrauen des reichen Orgon gewonnen und sich in dessen Haus breit gemacht. Dass Tartüffs Tugendhaftigkeit bloße Maske ist, hinter der sich ein skrupelloser Betrüger verbirgt, davon will Orgon nichts wissen. Seine Wertschätzung des Hochstaplers reicht so weit, dass er willens ist, die Hochzeit seiner Tochter Marieche mit Walter platzen zu lassen. Stattdessen soll Marieche Tartüff heiraten. Schlimmer noch: Orgon bietet Tartüff nicht nur an, ihm sein Vermögen zu überschreiben, er übergibt ihm auch eine Kassette mit kompromittierenden Papieren. Seiner Familie droht der völlige Ruin. Erst als ihm Elmire, seine Gattin, buchstäblich vor Augen führt, dass Tartüff ihr eindeutige Avancen macht, schlägt Orgons Verehrung um in Wut. Doch es scheint bereits zu spät: Die Schenkung ist rechtmäßig, Tartüff der Besitzer des Hauses, Orgon beim Herrscher wegen der Papiere in Verruf ...

„Worte sin erfunne, sich demit aazuschmiern! Ich glaab kaa Wort mehr!“

Orgon ....... Gerhard Fehn
Mme Britschebräät, seine Mutter ....... Michael Quast
Damiesche, sein Sohn ....... Kai Schwegel
Mariesche, seine Tochter ....... Pirkko Cremer
Elmire, seine zweite Frau ....... Anja Krüger
Clemens, Bruder der Elmire ....... Philipp Hunscha
Walter ....... Sebastian Klein
Der Tartüff ....... Michael Quast
Dorche ....... Hildburg Schmidt
Philippine/Loyal/Richter ....... Alexander J. Beck

REGIE ....... Sarah Groß & Wolfgang Deichsel
AUSSTATTUNG ....... Ilse Träbing
MASKE ....... Katja Gieß
REGIEASSISTENZ ....... Saskia Martinez, Lucie Mackert
AUSSTATTUNGSASSISTENZ ....... Katja Wagner
SOUFFLEUSE ....... Lea Valeska Birkelbach
BÜHNEN- UND LICHTTECHNIK ....... Daniel Groß
PRODUKTIONSLEITUNG ....... Fritz Groß

Premiere: Mi 22. Juli, 20 Uhr
Do 23. Juli bis So 9. August (außer Montags), jeweils 20 Uhr (So 17 Uhr)

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Aci, Galatea e Polifemo
Oper von Friedrich Händel, erzählt von Michael Quast,
gespielt von der Batzdorfer Hofkapelle

Bild vergrößernBarockoper von Georg Friedrich Händel für 16köpfiges Orchester und drei Gesangssolisten, zu denen sich als wandelndes Rezitativ Michael Quast gesellt, der mit gebotener Ironie, humorvoll und nicht ohne aktuelle Bezüge die dramatische Handlung erläutert: eine zeitlos gültige Dreiecksgeschichte.

Ein Mann drängt sich zwischen ein Liebespaar. Bei Händel ist es der Zyklop Polifemo, der sich wollüstig und angriffslustig zwischen die schöne Galatea und ihren Geliebten Aci stellt. Rasend vor Eifersucht erschlägt er den Rivalen. Am Ende jedoch bleibt er allein und in tiefer Traurigkeit zurück. Die Götter sorgen dafür, dass das Paar Aci und Galatea sich als Flußgott und Nymphe glücklich im Meer vereinigen.

Ein früher Geniestreich des 23jährigen Händel, der mit dieser „serenata a tre“ ein Meisterwerk schillernder Barockmusik geschaffen hat.

Es musiziert auf Originalinstrumenten die Batzdorfer Hofkapelle, ein Barockensemble, das seinen Sitz auf Schloss Batzdorf bei Dresden hat und in den vergangenen Jahren mit Opernproduktionen u.a. im Schloss Pillnitz (Dresden), bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, bei den Händel Festspielen Halle, bei den Ludwigsburger Barockfestspielen und beim Festival Bayreuther Barock Erfolge feiern konnte.

Aci (Sopran) ....... Marie Friederike Schöder
Galatea (Alt) ....... Britta Schwarz
Polifemo (Bass) ....... Raimund Nolte
Erzähler ....... Michael Quast

Es musiziert die Batzdorfer Hofkapelle
Ausstattung ....... Barbara Blaschke
Maske ....... Katja Gieß
Eingerichtet von Stefan Rath und Michael Quast

Eine Gemeinschaftsproduktion
der Fliegenden Volksbühne Frankfurt
und der Batzdorfer Hofkapelle

Premiere: Do 13. August, 20 Uhr
Fr 14. bis So 16. August, jeweils 20 Uhr (So 17 Uhr)

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